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Unumstritten ist, dass der Bedarf der
Unternehmen an flexiblem Personal wächst. Es gibt viele Formen flexibler
Arbeit. Saisonarbeit, Teilzeit- und Minijobs oder geringfügige Beschäftigung
sind nur einige, die in unserer Region weit verbreitet sind. Die Sicherheit
bleibt dabei aber oft für Mitarbeiter wie für die Unternehmen auf der
Strecke. Für die Mitarbeiter, weil die Beschäftigungsperspektiven unklar
bleiben. Und für die Unternehmen, weil nicht sicher ist, dass bei Bedarf
tatsächlich die eingearbeiteten Mitarbeiter zur Verfügung stehen. |
| Deshalb arbeiten
Unternehmen in der Spreewaldregion zusammen.
Wir teilen uns im Arbeitgeberzusammenschluss die Arbeitskräfte und Auszubildenden je nach Bedarf und
Angebot an Arbeitsaufgaben bzw. Ausbildungsangeboten. So sind Flexibilität
und Sicherheit möglich. Aus Saison- und Teilzeitarbeitsplätzen
werden Vollzeitarbeitsplätze für unsere gemeinsamen Mitarbeiter und es
entstehen attraktive, zusätzliche Ausbildungsplätze in unserem
Unternehmensverbund. |
| Der
Arbeitgeberzusammenschluss Spreewald verbindet die wichtigsten
regionalen Branchen. Die Untenehmen des Zusammenschlusses stellen einen
wesentlichen wirtschaftlichen Faktoren im Wirtschaftsraum Spreewald dar.
Gemeinsam beschäftigen wir weit mehr als 900 Menschen. Über 60 von
diesen sind beim AGZ direkt angestellt. Das sind Fachkräfte in den
Bereichen Landwirtschaft, Agrarservice, Tourismuswirtschaft,
Nahrungsmittelverarbeitung, Landschaftspflege, Logistik, Handwerk,
Buchhaltung, Rechnungswesen, Bürokommunikation. |
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| Von
Unternehmer zu Unternehmer |
| Der
Arbeitgeberzusammenschluss ist ein Kooperationsverbund regionaler
Unternehmen. |
| Die
Partner kennen sich. Neben ihrer unternehmerischen Verantwortung sind sie
sich auch ihrer regionalen Verantwortung bewusst. |
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| Flexibler
Einsatz von qualifiziertem und zuverlässigem Personal |
| Der
Arbeitgeberzusammenschluss ist die Lösung, um befristet benötigtes, verlässliches
Fachpersonal
kurzfristig verfügbar zu haben und langfristig zu binden. |
| Die
Arbeitskraft steht für das einzelne Partnerunternehmen dann zur Verfügung
und schlägt
kostenseitig zu Buche, wenn sie tatsächlich gebraucht wird. Die Bindung
erfolgt durch die Kombination von Personalbedarfen verschiedener Partner. |
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| Wirtschaftlichkeit
durch geteiltes Risiko |
| Der
Arbeitgeberzusammenschluss ist die Möglichkeit, Personalverantwortung
gemeinsam
zu teilen. |
| Arbeitgeber
mit allen Rechten und Pflichten ist der Arbeitgeberzusammenschluss.
Die
Partnerunternehmen tragen jedoch für den Grad der Arbeitsauslastung
Sorge, um die positiven Effekte (Kostenersparnis und Fachkräftebindung)
zu ermöglichen. Personalbindung heißt Personalverantwortung. Die
Mitarbeiter des Arbeitgeberzusammenschlusses sind keine Lückenfüller,
sondern können sich als Mitarbeiter der Partnerunternehmen im
Arbeitgeberzusammenschluss verstehen. |
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| Professionelles
Personalmanagement und Kostenersparnis |
| Der
Arbeitgeberzusammenschluss ist ein unbürokratisches Instrument der
Partnerunternehmen
selbst. |
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Lohnhöhe und damit die Gesamtkosten für den Zeitraum des
Personaleinsatzes werden vom jeweiligen Partnerunternehmen selbst
vorgegeben. Personalsuche, Personalverwaltung, Wahrnehmung der
Arbeitgeberpflichten, Personalentwicklung und
die Koordination des Personaleinsatzes zwischen den Partnerunternehmen übernimmt
der Arbeitgeberzusammenschluss und das AGZ-Management. Die direkte
Mitsprache der Partnerunternehmen und die regelmäßige Abstimmung sind
jedoch wesentliche
Erfolgsfaktoren. |
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| Flexicurity |
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Flexicurity setzt sich zusammen aus
engl. flexibility (Flexibilität) und security (Sicherheit). Damit
bezeichnet die EU eine politische Strategie zur gleichzeitigen Erhöhung
der Flexibilität der Arbeitsmärkte, Arbeitsorganisationen und
Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehungen und der Beschäftigungs- und
Einkommenssicherheit. Ziel ist es, zwei grundsätzliche Bedürfnisse
miteinander in Einklang zu bringen. Die EU möchte damit eine Lösung auf
das Problem der Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung
des europäischen Sozialmodells geben. Flexicurity ist ein Baustein des
europäischen Sozialmodells und wichtiger Bestandteil des
Lissabon-Prozesses. Zwischen den EU-Sozialpartnern ist der Inhalt von
Flexicurity jedoch noch umstritten.
Quelle: BRAND aktuell 3/9 >> |